Montag, 7. Februar 2011

Papua Neu Guinea/Australien und wenn Wirbelstürme zu nahe kommen...



Nach langer Zeit melde ich mich wieder... und ich kann euch sagen ich habe in diesen Tagen einiges erlebt!
Mittlerweile habe ich den Bezug zum Datum und zu den Tagen verloren, da es hier keine Wichtigkeit hat! Anscheinend ist heute Sonntag, aber wer weiß das schon ganz genau... auch das mit der Uhrzeit ist so ein Ding, im Endeffekt orientiert sich hier alles nach dem Essen, welches wirklich unglaublich gut ist und den Veranstaltungen. Und in der Zwischenzeit 10x umziehen, versteht sich. Zum Essen darf man nur so gekleidet gehen, in der Kabine zieht man sich etwas Gemütliches an, will man ans Sonnendeck muss es wieder ein wenig nobler sein, dann das Abendessen mit Bekleidungsvorschrift hat nicht dasselbe Outfit wie danach beim Spielen... ihr versteht schon, oder? Ein wahnsinniger Stress!!!!

Wie ihr wahrscheinlich alle mitbekommen habt, haben wir es hier in Australien ein bisschen aufregend gehabt... ihr habt es sicher auch aufregend gehabt, denn wer weiß schon genau wo sich Viola mit ihren Schiff gerade befindet und wir waren schon knapp dran – nicht so knapp, dass uns der Zyklon wirklich gestreift hätte, aber trotzdem hatten wir Glück, dass die Reiseroute uns zuerst nach Papua Neuguinea führte! Wären wir gleich weiter nach Cairns gefahren, hätten wir eine Routenänderung vornehmen müssen. Auch wenn der Kapitän hunderte Male versichert, dass der Wirbelsturm uns sicher nicht streifen wird, bleibt ein ungutes Gefühl und ein hoher Wellengang! An der Wellenkarte könnt ihr genau sehen, wie knapp wir eigentlich dran waren...




Und ich war auch wirklich froh, dass wir noch einen Abstecher nach Papua Neuguinea gemacht haben, denn nach Indonesien hatte Australien keine guten Karten – vor allem durch das Krokodilvorkommen, welches das Schwimmen an wunderbaren Stränden verbietet. Jetzt hat Australien so viel Meer und bei 2 Stationen (es waren auch bis jetzt  nur 2 Stationen) konnte man wegen Quallen und Krokos nicht schwimmen gehen – zzz. Und so wies ausschaut bleibt das auch so... ist aber halb so tragisch wie jetzt geschildert.

Insofern unser zweiter Stopp in Australien: Thursday Island – schön, ein kurzer Spaziergang und dann wieder zurück auf Schiff... hat genauso wie Darwin etwas sehr Amerikanisches – bin gespannt wie die nächsten Städte so sind. Es gibt nicht unbedingt viel zu sehen dort, jedoch alles was wir entdecken konnten wurde mehrmals festgehalten...



Und manchmal auch verbildlicht...



Jedoch das mit den Krokos war schon wirklich gemein, so ein schöner Strand und niemand darf da schwimmen gehen...

Thursday Island hat mich dann aber versöhnt durch einen unglaublichen Sonnenuntergang! Mittlerweile habe ich wirklich schon ein paar gute zusammen!



Unser erster Halt in Papua Neuguinea war Port Moresby, die Hauptstadt des ca. 5 Millionen Einwohner Landes. Leider ist man in dieser Stadt als Tourist nicht ganz so sicher, deswegen wurde uns ein Local Guide zur Verfügung gestellt, was wiederum sehr nett war, da wir dadurch das Land besser kennen lernen konnten. Sehenswürdigkeiten so wie wir uns das vorstellen gibt es dort nicht, doch das Leben und die Menschen in so einer Stadt sind schon beeindruckend. Ein Internet - da kann man in 15 Minuten gerade einmal 5 Emails durchlesen... Geduld ist hierfür eine hervorragende Gabe! Wieso ich das brauchte? – Wir haben hier am Schiff seit ungefähr 5 Tagen kein Internet und das Telefon geht auch nicht – meins geht sowieso die meiste Zeit nicht! Ein eigenartiges Gefühl – ich benutze seit fast 1 Monat kein Handy und war jetzt 6 Tage nicht im Internet! Kann man sich gar nicht vorstellen!!! Da wir mittlerweile schon mehrere Guides hatten, verspreche ich den meisten eine Karte aus Österreich zu schicken – Nicky hier in Port Moresby hat weder eine Email Adresse noch eine Postadresse – ich werde die Karte zum Arbeitsplatz seines Vaters schicken... Das muss man sich mal durchdenken!

Wir wollten dann doch noch mehr sehen von der Stadt und holten uns ein Taxi und sind auf einen richtigen Markt gefahren. Unglaublich was man da für Sachen kaufen kann... Fische, Schildkröten, Krabben, Früchte,... klingt jetzt natürlich nicht so speziell, aber man muss es gesehen haben... ein bisschen anders halt als für uns gewöhnlich ist.




Und auch Port Moresby schenkte mir einen unglaublichen Sonnenuntergang!!!



Unser nächster Stopp – Alotau, Papua Neuguinea! Ich bin mir nicht genau sicher wie viele Kreuzfahrtschiffe dort schon angelegt haben – vielleicht 3, auf jeden Fall war die MS Europa – Touristen Gruppe ein großes Highlight in Alotau!
Und dieser Ort war unglaublich! Die Menschen irrsinnig nett und interessiert – und die Lebensumstände ganz anders als wir sie gewohnt sind... die Straße ist nicht asphaltiert, die meisten Menschen bewegen sich zu Fuß fort, das Zentrum ist ein Markt mit ein paar Ständen...



Und das Highlight des Tages: ein paar weiße Jungs, die ihre Nationalfrucht kauen – „buai“... das kauen die Papuas alle, ob Kind oder Opa, ob Frau oder Mann... das Kauen verfärbt jedoch die Zähne und Lippen für einen Moment rot... insofern konnten unsere Jungs es nicht verheimlichen und die Einheimischen bildeten bei der Verkosten eine große Traube um uns und amüsierten sich köstlichst!




Da ich mein Papua – Geld loswerden musste, investierte ich alles und kaufte ein paar Kaugummis bei dieser netten Familie...



Und eine farblich und geschmacklich sehr interessante Fanta – Kombination!



Die Papuas haben wirklich nicht viel, insofern verwunderte es mich dann sehr, dass eine Dose Fanta umgerechnet fast 2 Euro kostet. Vom Preis her eigentlich so wie bei uns...
Aber den Menschen geht es gut, auch wenn sie nichts Materielles haben. Ich denke sie sind glücklich und können sehr herzlich sein – wie z.B. ein Mädchen, das ich wieder für mein FALB FICTION Projekt filmte, schenkte mir anschließend 2 selbst gemachte Ketten aus Muscheln von den Solomon Islands! Eine größere Freude hätten sie mir nicht machen können... – sie hat dann auch noch versichert, dass „no magic on it“ ist, das hat mich beruhigt.

Oh, das Highlight dieses Ortes – sagen wir ihr einziges Sightseeing Objekt – ein Kriegerdenkmal... wir sind ungefähr 3x daran vorbeigelaufen, weil wir es nicht als solches erkannt haben. Aber die Einheimischen haben schon auf uns geschaut und uns dann wirklich hingeführt... kann man ja wirklich leicht übersehen, oder?



Am nächsten Tag kamen wir nach Bramble Haven. So, und jetzt werd ich euch ein bisschen neidisch machen... eine kleine Insel mit einem soooo türkisen Wasser, wie man es nur von Fotos kennt. Und einem Sandstrand und und und... und ich war dort und hab einen Tag dort genossen!
Das Schiff lag in der Zwischenzeit auf Reede und wir sind mit den Zodiacs dorthin gedüst. Ich brauch unbedingt einmal ein Zodiac, so eine Fahrt mit diesem Gefährt ist unglaublich lustig – vor allem wenn man dann auf so einer Insel aussteigt! Natürlich mit Schwimmweste...




Neidisch? Ich kanns mir vorstellen... aber jetzt kennt ihr so eine Insel auch von meinen Fotos!

Um meine Reise gleich zu vervollständigen, erzähl ich euch auch noch von Cairns. Also, back in Australia haben wir in Cairns angelegt, welches nicht so heimgesucht worden ist vom Sturm wie Townville, wo wir deswegen nicht anlegen werden. Cairns hat eine unglaubliche Attraktion, wo ich wirklich sehr froh bin, dass wirs dorthin geschafft haben... eine Seilbahn über den Regenwald! Irre teuer natürlich so eine Fahrt, aber so schnell krieg ich nicht mehr die Chance – und wir habens auch wirklich geschafft, denn es war zeitlich ein bisschen knapp!





Sehr beeindruckend diese Aussicht und der Wasserfall... unglaublich! Außerdem haben wir noch allerlei Getier gefunden – das will ich euch auch nicht vorenthalten!



Spannend war dann, als bei der Rückfahrt mit der Seilbahn ein Gewitter aufzog, ein Blitz ziemlich nah einschlug und die Seilbahn dann auf einmal stoppte. Man muss sich das so vorstellen wie bei einer Schigondel mit dem Unterschied, dass wir mindestens 50 Meter in der Luft hingen und eine Evakuierung glaub ich leicht möglich gewesen wäre, da ein Feld von Regenwald unter uns war. Dann kamen lustige Scherze von den Jungs, viel Wind und Regen... aber nach 10 Minuten gings wieder weiter... wo ich dann schon sehr froh war!

Als Abschluss noch eine andere Sicht der Dinge – ist auch mal interessant sich die Welt von dieser Warte aus anzusehen. Da merkt man erst wie nichtig, klein und am Rand Europa eigentlich liegt... das hab ich auch gemerkt, als mir Cirwan gesagt hat, dass Indonesien 250 Mio Einwohner hat... Oarg, oder?



Hiermit beende ich diesen intensiven Blog über meine Erlebnisse... es ist wirklich viel Geschehen in der Internet – freien Zeit. Jetzt werde ich mich wieder meinen üblichen Dingen widmen... umziehen fürs Abendessen, dann natürlich Essen, wieder mal Umziehen fürs Spielen und dann vielleicht noch einmal Umziehen wenn wir in die Bar gehen sollten. Also allein von 18:00 bis 24:00 werde ich 3x mein Outfit wechseln! Bemerkenswert!
Mittlerweile weiß ich auch, dass es in Australien sehr viel regnet und wenn’s einen erwischt, dann ist man von oben bis unten nass! Das stört natürlich weniger hier, denn es hat ja 30 Grad, da ist es manchmal auch eine Abkühlung!

An Basti: habe dein Weihnachtsgeschenk natürlich nicht vergessen, habe auch schon eine gewisse Auswahl gesehen, bin mir aber noch nicht ganz sicher: z.b. eine Rolex (sind 10 Rupien zuviel?), Gesichtfarbe für die Australische Fahne (macht das Sinn am Rapid Match?)...  - also es bleibt spannend!

Bussal aus Australien und morgen landen wir am Great Barrier Reef! Bin schon gespannt!
OLI

1 Kommentar: